Kurzinfo
- OrtOrt
- Braedstrup
- ProjektträgerProjektträger
- Fjernvarme
- ProjektartProjektart
- Wärmespeicher
- JahrJahr
- 2011
- LandLand
- Dänemark
Leuchtturmprojekt in Dänemark
Im dänischen Braedstrup entsteht derzeit Europas größter saisonaler Erdsonden-Wärmespeicher kombiniert mit einem riesigen Solarthermie-System. Hierfür wird das bereits vorhandene Solarfeld stark erweitert, so dass durch den geringen Wärmebedarf im Sommer ein großer Überschuss an Wärme entsteht. Um diese Energie dann im Winter nutzbar zu machen, wird ein saisonaler Erdsonden-Wärmespeicher mit 50 RAUGEO Sonden aus PE-Xa errichtet, der in einer Tiefe von etwa 48 Metern die überschüssige Wärme speichert.
Die Funktionsweise des Speichers ist denkbar einfach: Im Sommer zirkuliert das von der Solaranlage aufgeheizte Wasser bei bis zu 85ºC in den Erdsonden. Dabei erwärmt es das umgebende Gelände und erzeugt einen gigantischen Wärmespeicher. Im Winter, wenn dann die Wärme für das städtische Fernwärmeversorgung benötigt wird, wird sie zurück ins zirkulierende Wasser geleitet und über eine Wärmepumpe entnommen.
Durch die hohen Temperaturen, die in den Solarkollektoren entstehen, muss das Wärmetauschersystem zur Wärmeübertragung in den Boden höchst temperaturbeständig sein. Die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für die RAUGEO Erdwärmesonden aus dem Werkstoff PE-Xa, da sie hohen Betriebstemperaturen von bis zu 95ºC standhalten. In Kombination mit der REHAU Verbindungstechnik Schiebehülse bieten sie unter diesen extremen Bedingungen langfristig maximale Sicherheit und sind aufgrund der besonderen Materialeigenschaften von PE-Xa hochresistent gegenüber Kerben, Riefen und Punktlasten. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit Solites, Institut für Langzeit-Wärmespeicher, sowie dem lokalen Planungsbüros PlanEnergi/GEO konnte REHAU sein umfangreiches Fachwissen zu Hochtemperatursonden von Beginn an einbringen.
Mit der ersten Erweiterung ist aber noch nicht Schluss: Geplant ist, in der Endausbaustufe des Projekts, insgesamt 60.000 Quadratmeter an Solarkollektoren sowie 300 bis 400 Sonden zur Speicherung der Wärme zu installieren. Damit wird dann ein solarer Deckungsbeitrag von voraussichtlich 60 Prozent des gesamten Jahresenergiebedarfs erreicht.

