Im Windrausch

27.07.2017

REHAU Werk Wittmund erzeugt eigenen grünen Strom

Mit Wittmund geht eine Fülle von Assoziationen einher. Wittmund – da denken wir an eine gemütliche Kleinstadt in Ostfriesland, umgeben von viel sattem Grün. Eine bezaubernde Landschaft mit grasenden Schafen auf den Dämmen, verträumten Fehnkanälen, unberührten Moorgebieten und nur einen Katzensprung entfernt von der Nordseeküste. Der Wind ist hier Dauergast, ob als laues Lüftchen, das Einheimische und Touristen gleichermaßen erfreut, oder in Form einer steifen Meeresbrise, über die sich all jene freuen, die auf Windkraft setzen. Und das sind in Ostfriesland nicht wenige. Auch REHAU nutzt den Wind.

Windkraft REHAU Werk Wittmund

Unser Bild zeigt von links: die REHAU Mitarbeiter Stephan Bilz, Thomas Meissner, Irene Becerra, Ede Rieken, Lars Neumann und Dr. Dragan Griebel, Simon Habben von der EG Wittmund, REHAU Mitarbeiterin Alexandra Matosoglu, Helga Schüler (ebenfalls EG Wittmund), und Werkleiter Thomas Roblick.

Im REHAU Werk in Wittmund sind über 600 Mitarbeiter beschäftigt, die Tür- und vor allem Fensterprofile fertigen. Die Gebäude und Hallen auf dem Betriebsgelände wurden seit Gründung des Werks im Jahr 1970 mehrfach erweitert und modernisiert. Zusammen mit einem Langgut-Hochregallager und einer großen Kommissionierhalle ist daraus im Lauf der Jahre ein beeindruckender Firmenkomplex entstanden. Hier werden die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, die zur Grundausrichtung des Unternehmens zählen, konsequent mit dem Einsatz eigener Produkte und Systeme umgesetzt. So sind zum Beispiel die Lagergebäude mit einer REHAU Geothermie-Heizung ausgerüstet, die den jährlichen CO2 -Ausstoß um rund 90 Tonnen reduziert und etwa 7.000 Euro Energiekosten einspart.

Diesen eingeschlagenen Weg zugunsten einer sauberen Umwelt geht man konsequent weiter. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Werks sicher zu stellen und eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung noch weiter voranzutreiben, kaufte REHAU vom Stromanbieter EG Wittmund zwei Windräder mit je 600 kW auf einem an das Werksgelände angrenzenden Grundstück. Die Windkraftanlagen laufen seit Mai 2017 für REHAU. Im nächsten Schritt soll ergänzend in eine Photovoltaikanlage investiert werden.

In Zukunft wird mit einem selbst entwickelten Steuerungstool das Werk unter Berücksichtigung weiterer regenerativer Energieerzeuger möglichst energieautark aufgestellt. Dazu entwickelte REHAU Mitarbeiter Dr. Dragan Griebel mit seinem Team ein Simulationstool, das erfasste Parameter auswertet und die wirtschaftliche und technische Auslegung der notwendigen Bausteine zu einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung für das Werk in Wittmund simuliert.

Warum er ausgerechnet das Werk Wittmund für seine Berechnungen herangezogen hat, erklärt uns Dr. Dragan Griebel selbst: „Zum einen ist es in Wittmund nie windstill, zum anderen hat das Werk einen enormen Stromverbrauch. So können nicht nur Windkraft, sondern auch andere regenerative Energiequellen sowie Speichertechnologien kombiniert werden. Die Produktionsstätte bot sich also geradezu an, sie als Pilotprojekt auszuwählen, um von der erzeugten Energie der danebenstehenden Windmühlen zu profitieren.“

Natürlich freut sich auch Werkleiter Thomas Roblick über den nachhaltigen Ansatz: „Dies ist ein großartiges Projekt für uns und eine Chance für die Zukunft, hier am Standort möglichst unabhängig von externen Stromerzeugern zu werden. Wir setzen nicht nur der negativen CO2-Bilanz etwas entgegen, sondern besitzen jetzt auch einen ersten Baustein als regenerative Energiequelle mit dem Ziel eines weiteren Ausbaus zur Senkung der Energiekosten. Dies macht uns wirtschaftlicher und unabhängiger.“

Übrigens: Bis zum Jahr 2020 hat sich REHAU klare Ziele zum Umweltschutz gesetzt: Im Vergleich zu 2009 will man, jeweils pro Tonne Ausbringung, den primären Energieverbrauch um 30 %, die CO2 -Emissionen um 25 % und den Wasserverbrauch um 40 % senken.  

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