Von Europa nach Amerika

Boeing setzt auf REHAU: Mitglieder des interdisziplinären Projektteams

Einige Mitglieder des interdisziplinären Teams (v.l.): Martin Sonntag, Bernd Buchta, Adrian Streit, Frank Gaschnitz, Michaela Oestemer, Michael Wölfel, Thomas Hornfischer und Michael Plaum

14.03.2017

REHAU jetzt auch zugelassener Materialhersteller für BOEING

Nach intensiven Verhandlungen und umfangreichen Tests steht fest: Der Flugzeughersteller Boeing aus Seattle lässt das REHAU eigenentwickelte Material RAU-FLIGHT für den Einsatz in seinen Produkten zu. Das wurde kürzlich vom Flugzeugbauer bestätigt. 

Dr. Martin Sonntag, Leiter Materialentwicklung Chemical Engineering Construction bei REHAU

Dr. Martin Sonntag, Leiter Materialentwicklung Chemical Engineering Construction bei REHAU

"Das ist eine großartige Nachricht, auf die wir lange hingearbeitet haben", sagt Dr. Martin Sonntag, Leiter Materialentwicklung Chemical Engineering Construction bei REHAU. Es sei der überzeugenden Leistung eines rund 15-köpfigen, interdisziplinären Teams zu verdanken, dass nun das weltweit größte Luft- und Raumfahrtunternehmen auf die Fertigungs- und Materialkompetenz des international tätigen Polymerspezialisten setze. 

Tatsächlich reichen die Bemühungen, bei Boeing zu landen, einige Jahre zurück: 2009 testen die Experten das Material RAU-FLIGHT zum ersten Mal. Bis heute ist der Werkstoff, der mit winzig kleinen Hohlglaskugeln gefüllt ist, einzigartig im Markt. Wegen seiner Eigenschaften ist er für die Luftfahrtindustrie, einer Branche in der Gewicht und Sicherheit, aber auch Kosteneffizienz die höchsten Güter sind, von besonderem Interesse (siehe Kasten). 2013 dann der Durchbruch: Kunde AIRBUS setzt den Werkstoff in Form von Profilen serienmäßig in seinem Modell A350, im Kabinenraum, ein. 

Leichtbauwerkstoff RAU-FLIGHT unter dem Mikroskop

300-fache Vergrößerung: Einlagerung von winzigen Hohlglaskugeln in die Polymermatrix

REHAU freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit Boeing. Thomas Wangler, REHAU Key Account Manager Aircraft Industry: "Bei Airbus ist es uns gelungen, uns vom Halbzeug-Lieferanten hin zum qualifizierten Materialhersteller und -verarbeiter zu entwickeln." Auch bei Boeing wolle man diesen Status mittelfristig erreichen.

"Aktuell gibt es keinen anderen Anbieter, der diese in verschiedenen Verfahren hergestellten Hochtemperatur-Thermoplaste als Set mit nahezu homogener Oberfläche anbieten kann", sagt Wangler weiter. Mit diesen Stärken wolle man sich nach Europa auch im amerikanischen Flugzeugmarkt behaupten. Und Dr. Martin Sonntag ergänzt: "Dass das Team das dazu notwendige Engagement mitbringt, hat es bereits eindrücklich unter Beweis gestellt."

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