Werk Brake setzt neue Maßstäbe

29.09.2017

Startsignal in Brake (v. l.): Volker Langenberg, Werkleiter, Helmut Ansorge, Geschäftsleitung Automotive, El Mostafa Slimani, zukünftiger Nachfolger Werkleitung Brake, Dr. Veit Wagner, REHAU Vizepräsident, Klaus Gritsch, Daimler AG, Björn Thümler, CDU-Landtagsabgeordneter.


Geschafft! Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Kreisstadt des Landkreises Wesermarsch um eine große, topmoderne und höchst innovative Standorterweiterung seines größten Arbeitgebers REHAU reicher. 100 Millionen Euro investierte das weltweit tätige Unternehmen in seine Automotive-Sparte. Und zwar in Form einer neuen, umweltfreundlichen Lackieranlage samt Gebäude, in den Ausbau des bestehenden Hochregallagers inklusive einer neuen Lagerhalle und in eine erweiterte Spritzgussfertigung und Montage. Damit einher gingen seit Anfang vergangenen Jahres über 250 neue Arbeitsplätze. Weitere Stellenbesetzungen sind vorgesehen.

Die Erweiterung erstreckt sich auf rund 24.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Rein theoretisch ließen sich mit der neuen Lackiertechnik jährlich etwa zwei Millionen Quadratmeter Fläche lackieren, was in etwa 280 Fußballfeldern täglich entspräche. Lackiert werden in Brake hauptsächlich Stoßfänger, Dachspoiler und Außenanbauteile für den Kunden Daimler.

„Mit der Investition leisten wir einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt und zum Ausbau unserer Position als namhafter Automobilzulieferer mit erstklassiger Lackierkompetenz“, hatte Markus Grundmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung Automotive, bereits beim Spatenstich im März 2016 versichert. Dieses Versprechen wurde nun eingelöst. Mit einem symbolischen Knopfdruck starteten unter anderem REHAU Vizepräsident Dr. Veit Wagner sowie Werkleiter Volker Langenberg und sein zukünftiger Nachfolger El Mostafa Slimani unter dem Beifall der geladenen Gäste die neue Produktionslinie.

In die Konzeption und Auslegung der Lackieranlage hat der Polymerspezialist viel eigenes Know-how einfließen lassen, um die Performance insgesamt auf ein neues Niveau zu heben. „In punkto Arbeitsplätze, Leistung, Energieeinsatz, Nachhaltigkeit und Intelligenz – womit vor allem die Industrie 4.0-Meilensteine in der Digitalisierung gemeint sind - liegen wir ganz vorne“, bestätigt Technischer Leiter Helmut Ansorge von der Geschäftsleitung Automotive. Dass dies gelungen sei, verdanke REHAU vor allem „einer extrem gut eingespielten, kompetenten Mannschaft“. Namentlich lobte Ansorge seine Führungskräfte aus der Verfahrenstechnik Jörg Braun und Olaf Eckardt vom Standort Feuchtwangen, sowie Torsten Klopp und Hartmut Görries vom Standort Brake, die das Mammutprojekt in Rekordzeit gestemmt hätten.

Die neue Lackieranlage punktet gegenüber der alten Anlage mit weniger Farb- und Spülmittelverlusten bei Farbwechseln, dem Einsatz weniger Chemie durch die Trockenabscheidung sowie geringeren Abfallmengen und somit einer weit verbesserten Energiebilanz. Dank einer ausgeklügelten Filtertechnik kommt die Anlage ohne zusätzliches Wasser und sonstige Zusatzstoffe aus. Auch die weiteren Resultate zugunsten der Umwelt sind signifikant: optimale Gasausnutzung bei der Beflammung der Teile, um dort die Lackhaftung zu verbessern, deutlicher Fokus auf stärkere Digitalisierung der Arbeitsprozesse und schließlich die Nutzung von Big Data, um den Lackierprozess kontinuierlich zu optimieren. „Letztendlich können wir aus all diesen Maßnahmen eine Wertschöpfung erzielen“, sagt Ansorge, „die uns die Arbeitsplätze in Brake sichern hilft.“ In den nächsten zwei Jahren sollen darüber hinaus rund 30 bis 40 neue Mitarbeiter zu den aktuell knapp über 1.000 Beschäftigten, darunter derzeit 55 Auszubildende, dazukommen.  

Fotos aus der Produktion sowie Footage-Filmmaterial zum Download finden Sie auf unserer Presseseite:
www.rehau.de/brake-presse

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