Förderungsprogramme des BAFA und der KfW

Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs wird sowohl durch Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) wie auch durch Maßnahmen der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bezuschusst.

BAFA-Programme

"Heizungsoptimierung" für Anlagen im Bestand

Die wichtigste Förderung des hydraulischen Abgleichs als Einzelmaßnahme ist die Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und den hydraulischen Abgleich. Fördergeber ist das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Die Beantragung erfolgt über das BAFA.

Die BAFA-Förderung ist ein nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss von max. 30 % der förderfähigen Netto-Investitionskosten der Leistung, jedoch max. 25.000 € je Standort. Gefördert werden Kosten für Planung, Einbau und direkt mit der Maßnahme verbundene Materialkosten. Im Fokus steht der Gebäudebestand. Die zu optimierenden Bauteile müssen zum Zeitpunkt der Durchführung der Maßnahme seit mehr als zwei Jahren im Gebäude installiert sein.

Fußbodenheizung mit Wohlfühlfaktor

In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können zusätzliche Investitionen als begleitende Maßnahmen, wie z. B. die Einzelraumtemperaturregelung gefördert werden. Dies bedeutet, dass sowohl der REHAU Stellantrieb Balance wie auch die Regelsysteme Nea und NEA SMART 2.0 unter den vorab geschilderten Förderumfang der BAFA fallen.

Vor der Durchführung der Maßnahme ist eine Online-Registrierung auf dem BAFA-Portal durch den Antragsteller erforderlich. Nach Abschluss der Optimierung werden die Rechnungen der förderfähigen Gesamtmaßnahmen hochgeladen. Antragsteller können z. B. Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen oder freiberuflich Tätige sein.
  

"Heizen mit erneuerbaren Energien" für Neuinstallation und Anlagen im Bestand

Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) fördert das BAFA effiziente Technologien, die auf Basis erneuerbarer Energien den Gebäudebestand und Neubau mit Wärme und Kälte versorgen.

Bezuschusst werden z. B. Ersatz- und Neuanschaffung von Gas-Brennwertkesseln, Biomasseanlagen, Wärmepumpenanlagen und auch Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, wie z. B. digitale/elektronische Raumthermostate oder Sensoren und Aktoren. Förderfähige Investitionskosten sind Bruttokosten inkl. der Mehrwertsteuer für z. B. Materialkosten, Kosten für Installation oder auch Planungskosten.

Im Rahmen dieser umfassenden Maßnahmen und in Abhängigkeit von der gewählten Heizungsanlage, sind Fördersätze im Gebäudebestand bis zu max. 45 % und im Neubau von max. 35 % für den REHAU Stellantrieb Balance und die Regelsysteme Nea und NEA SMART 2.0 möglich, insofern sie im Rahmen der Maßnahmen zum Einsatz kommen.
  

Hinweis: Fördermittel der BAFA dürfen nicht mit anderen Förderungen aus Bund, Ländern oder Kommunen kombiniert werden.

KfW-Programme

Mit unterschiedlichen Förderprogrammen 430/151/152 unterstützt die KfW die Durchführung des hydraulischen Abgleichs sowohl als Einzelmaßnahme wie auch im Rahmen einer Vollsanierung zum KfW-Effizienzhaus. Das Förderprogramm 430 "energieeffizient sanieren" regelt die Randbedingungen für einen Investitions­zuschuss. Hingegen stellen die Programme 151/152 Kreditvarianten der Unterstützung dar.

Alle vorab benannten KfW-Förderprogramme zielen auf die Sanierung des Bestandes von Wohnbauten ab. Der Bauantrag des zu sanierenden Baukörpers muss vor dem 01.02.2002 gestellt sein. In die Maßnahme muss immer ein Energieeffizienzexperte eingebunden sein, der prüft, ob die Voraussetzungen für die Förderung eingehalten werden und dies dann auch gegenüber der KfW bestätigt.

KfW-Förderprogramme

Hinweis: Ein aus dem Programm 430 resultierender Investitionszuschuss kann mit zinsgünstigen KfW-Darlehen aus den Programmen 151/152 nicht kombiniert werden.


Programm 430/152 "energieeffizient sanieren" – Einzelmaßnahme

Wird ein Gebäude nicht vollständig zum KfW-Energieeffizienzhaus saniert, unterstützt die KfW auch Einzelmaßnahmen, wie z. B. die Optimierung der Heizungsanlage. Hierzu zählt auch der hydraulische Abgleich des Zentralheizungs­systems inklusive Strangregulierung, Ventil und Pumpensteuerung.

Bei der Einzelmaßnahme werden pro Wohneinheit max. förderfähige Investitionskosten bis 50.000 € zu 20 % bezuschuss, d. h. max. 10.000 € je Wohneinheit. Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist auf dem aktuellen Formular des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik vdzev nach Verfahren A mind. nachzuweisen. Der Nachweis nach Verfahren B des vdzev ist zulässig.

Hinweis: Für das Gebäude ist der hydraulische Abgleich im Sinne einer Einzelmaßnahme durchzuführen für den Fall, dass mehr als 50 % der wärmeübertragenden Umfassungsfläche des Baukörpers verbessert werden.

Das KfW-Förderprogramm 152 stellt die Kreditvariante für die vorab dargestellte Einzelmaßnahme dar.
  

Programm 430/151 "energieeffizient sanieren" – Vollsanierung

Erfolgt die Vollsanierung eines Bestandsgebäudes zum KfW-Energieeffizienzhaus, so ist stets ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durchzuführen. Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs muss gemäß den Leitlinien des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik vdzev nach Verfahren B erfolgen. Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs nach vdzev Verfahren A ist nicht zulässig im Fall der Vollsanierung.

Bei der Realisierung eines KfW-Effizienzhauses 55 werden max. 120.000 € förderfähige Investitionskosten mit 40 % bezuschusst, d. h. max. 48.000 €. Das KfW-Förderprogramm 151 stellt die Kreditvariante der o. g. Fördermaßnahme dar.

Möchten Sie mehr zu den aktuellen Fördermöglichkeiten wissen, informieren Sie sich direkt bei KfW und BAFA:

Stand: Juli 2020. Änderungen an der KfW-/BAFA-Förderung vorbehalten.

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