Neue Materialien für den 3D-Druck

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Additive Fertigungsverfahren basieren auf einem schichtweisen Materialaufbau. Diese Technologien bieten aufgrund ihrer großen Variabilität und Materialeffizienz die Möglichkeit, Kunststoffprodukte neu zu gestalten. Ein vielversprechendes Einsatzgebiet von additiven Fertigungsverfahren ist die Herstellung großvolumiger Kunststoffbauteile, die in geringen Losgrößen gefertigt werden und somit entweder mit hohem manuellen Aufwand produziert werden müssen oder mit hohen Werkzeugkosten verbunden sind. Bisher steht aber für diese Art der Fertigung aufgrund werkstoff- und prozessseitiger Herausforderungen nur eine eingeschränkte Materialpalette zur Verfügung.

Bis Ende 2022 sollen deshalb im Rahmen des aus EU-Mitteln finanzierten Forschungsprojekts MAT-LAAM neue thermoplastische Werkstoffe für den 3D-Druck großvolumiger Bauteile entwickelt und bereitgestellt werden. Im REHAU Werk Velen arbeitet aktuell ein kleines Team von Materialexperten an dieser Aufgabenstellung. „Durch neue, optimal auf diesen Prozess zugeschnittene Polymermaterialien kann das Anwendungsspektrum der Large Area Additive Manufacturing (LAAM) Technologie deutlich erweitert werden“, unterstreicht Dr. Edgar Quandt, Director Public Funding & Science Relations, die Bedeutung des Projekts.

Über das MAT-LAAM-Projekt

Nach erfolgreicher Bewerbung im Leitmarktwettbewerb Neue Werkstoffe.NRW hat das REHAU Werk Velen zusammen mit der RWTH Aachen die Förderzusage für Ihre Projektidee „MAT-LAAM: Untersuchungen und Entwicklung von Materialien zur industriellen Herstellbarkeit individueller Kunststoffgroßformteile durch Large Area Additive Manufacturing“ erhalten.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Operationellen Programms für das Land Nordrhein-Westfalen (EFRE 2014-2020).

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