11092020HelmutWagnerSchuleBerufsschuleRehauBild013vD (003) - 118239

Ein Gruppenbild zur Erinnerung an die Einweihung (von links): Landrat Dr. Oliver Bär, Dr. Andrea Brönner, ständige Vertreterin der Schulleitung, Clarissa Wagner, Studiendirektor Alexander Lang, Studiendirektor Alexander Ott, Finn de Thomas Wagner, Dominica de Thomas Wagner, Michael von Hertell, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Bürgermeister Michael Abraham.

Berufsschule Rehau mit neuem Gebäude und neuem Namen

Ein Zeichen höchster Wertschätzung für Kunststoffpionier Helmut Wagner

15.09.2020

Hochmodern, bestens ausgestattet, architektonisch hervorragend gelungen und pünktlich zum Schulbeginn eröffnet: Bei der Einweihung des Erweiterungsbaus der Rehauer Berufsschule mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Schule gab es Lob von allen Seiten. Zu Ehren des Pioniers in der Kunststoffverarbeitung sowie Vorreiters in der branchenspezifischen Aus- und Weiterbildung trägt die Bildungseinrichtung nun einen eigenen Namen: Helmut-Wagner-Schule.


Pressekontakt

Andrea Schmidt

Rheniumhaus
95111 Rehau
Tel.+49 9283 772817 
andrea.​schmidt@​rehau.​com

„Das Schuljahr beginnt mit einem freudigen Ereignis“. Mit dieser Botschaft leitete Dr. Andrea Brönner, ständige Vertreterin der Schulleitung, die Eröffnungsfeier ein, die Corona-bedingt in kleinem Rahmen begangen wurde. Stolz sei sie auf den neuen, 1600 qm großen Bau: „Ein durchdachtes Raumkonzept, eine freundliche Lernatmosphäre, eine moderne IT-Infrastruktur – das sind nur einige der Attribute, die das Schulgebäude auszeichnen. All dies konnte nur durch das Engagement vieler beteiligter Stellen realisiert werden.“ Das sei während der zwei Jahre Bauzeit nicht immer leicht gewesen – Durchhaltevermögen sei oftmals gefragt gewesen. „Doch es hat sich gelohnt“, so das Urteil der Eröffnungsrednerin.

Dies konnte Landrat Dr. Oliver Bär in seinem Grußwort bestätigen: „Heute ist ein guter Tag für die Bildungslandschaft in Hochfranken.“ Er bezeichnete die neue Schule als einen Bildungsort, der den Ansprüchen der immer wichtiger werdenden Digitalisierung gerecht wird. „Die Investition, die hier getätigt wurde, ist eine Investition in die Zukunft unserer Jugend.“ Als ein Zeichen der Wertschätzung bezeichnete er die Entscheidung, die Schule nach Helmut Wagner zu benennen. „Helmut Wagner hat im Laufe seines Wirkens etwas geschaffen, das mit Worten zu würdigen nicht möglich ist. Helmut Wagner hat mit Pioniergeist und Engagement ein Weltunternehmen hervorgebracht, aber sein Herz ist weiterhin in Rehau.“

Ihm folgte ein Grußwort von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die zu der gelungenen Umsetzung des „Kompetenzzentrums Berufsschule“ beglückwünschte. Sie betonte, dass die Rehauer Berufsschule über die Region hinaus einen hohen Stellenwert einnehme. „Jugendliche aus Oberfranken, Unterfranken und sogar aus der Oberpfalz erhalten hier in Rehau die beruflichen Grundlagen für ihre Zukunft.“

Der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham sprach in seiner Rede von einem weiteren Baustein des Schulprojektes 2020. „Rehau ist stolz auf seinen Ruf als Stadt mit modernen Bildungseinrichtungen, die insgesamt 1600 Schülerinnen und Schüler besuchen.“

Nachdem Architekt Rainer Stöcker vom beauftragten Nürnberger Architekturbüro BSS das Konzept erklärte, an dessen Umsetzung 33 Gewerke beteiligt waren, wurde vor dem Gebäude ein Schild mit dem neuen Namen der Schule enthüllt. Diesen Part hatte ein ganz besonderer Gast übernommen: Clarissa Wagner war stellvertretend für ihren Vater zur Schuleinweihung nach Rehau gekommen. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, einige Worte an die Gäste zu richten: „Auf außerordentliche Weise schätzt mein Vater diese besondere Ehrung, dass die neue Schule nach ihm benannt wird. Auch im Namen der Familie Wagner bedanke ich mich für die Anerkennung und Wertschätzung.“

In ihrer Rede betonte Clarissa Wagner, dass ihrem Vater die Aus- und Weiterbildung junger Menschen seit der Firmengründung am Herzen lang. „Da der Kunststoff zu der damaligen Zeit ein neuer Stoff war, mit dem man erst lernen musste umzugehen, gab es einige Hürden, bis es zu den Ausbildungsgängen Verfahrensmechaniker und Werkzeugbau, so wie sie heute an den Berufsschulen unterrichtet werden, kam. So bestand mein Vater in den ersten Jahrzehnten darauf, dass die interne Ausbildung gefördert wird, um den Wissensstand der Lehrlinge zum Kunststoffformgeber auf ein hohes Niveau zu bringen. Erst 1976 wird der Beruf des Kunststoffformgebers endlich vom Gesetzgeber verabschiedet, heute als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bezeichnet.“

Clarissa Wagner hob hervor, dass die Ausbildung bei REHAU auch in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert einnimmt – was die vielen Auszeichnungen von REHAU Auszubildenden eindrucksvoll belegen. Dass das firmeninterne Ausbildungszentrum Prolin, das als modernstes in Oberfranken gilt, eine wichtige Rolle in der Ausbildung spielt, davon konnte sich Clarissa Wagner bei einem Rundgang einmal mehr selbst überzeugen. Michael von Hertell, Leiter Berufsausbildung, führte sie und ihre Kinder Finn und Dominica durch die Werkstätten und Schulungsräume.

Der offizielle Teil der Einweihungsfeier der „Helmut-Wagner-Schule“ endete mit dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Andreas Pannicke für die evangelische Kirche und Pfarrer Dieter Georg Jung für die katholische Kirche. Danach konnten die geladenen Gäste die neuen Räumlichkeiten besichtigen. Was sie sahen, hat beeindruckt: Flure und Räume sind angesichts großer Fensterfronten hell und einladend, Herzstück des Gebäudes ist eine zentrale Treppe. In der ersten Etage gibt es acht geräumige Klassenräume und zwei Werkräume, im Erdgeschoss befinden sich die Verwaltungsbüros.

Die Rehauer Berufsschule besuchen zurzeit 450 Schüler und Schülerinnen – davon haben sich 26 für eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff-und Kautschuktechnik bei REHAU entschieden. Sie erhalten hier das Rüstzeug für ihren Beruf und werden durch ihr Know-how zu einem der wichtigsten Bausteine für die Zukunft von REHAU. Dies hatte Helmut Wagner schon vor sieben Jahrzehnten erkannt.

Engineering progress

Enhancing lives